Go to hell, NVIDIA

Ich konnte damit leben, dass die proprietären NVIDIA-Treiber kein Suspend können, und seit nvidia-settings sogar eine brauchbare xorg.conf für TwinView oder Xinerama ausspuckt, gabs eigentlich keinen größeren Ärger mehr. Eigentlich. Nach dem Upgrade auf ein System mit PCI Express (Athon64 5600+, Gigabyte M57SLI-S4) friert das System nun nach spätestens 30 Minuten ein. Schuld dran sind ganz klar die NVIDIA-Binaries in Versionen nach 100.14.11 (auch hier nachzulesen) und nicht die Ubuntu-Packages, auch mit Vanilla 2.6.22.9 und manuell gebauten Treibern klappt es nicht. Ein zum Vergleich installiertes Windows XP lässt sich auch durch längeren Einsatz unter Direct3D nicht aus der Ruhe bringen.

Interessanterweise scheinen die Probleme besonders bei den “billigen” Karten (z.B. GeForce 7200/7300) aufzutreten, vor allem wenn diese nur vergleichsweise wenig Speicher an Bord haben und via TurboCache Hauptspeicher ausleihen können. Als schnellster Weg zum Absturz gelten TwinView, Xinerama und der Aufruf komplexer HTML-Seiten im Firefox. Natürlich ist böse Absicht hier schwer nachzuweisen, es ist aber mehr als ärgerlich, dass in den letzten Treiberversionen immer weniger “alte” Modelle unterstützt werden und die Stabilität leidet. Eine GeForce 4 Ti 4800 ist auch heute noch durchaus spieletauglich, wird aber bereits nicht mehr unterstützt.

Glücklicherweise ist die derzeit verbaute GeForce 7200GS nur eine Notlösung, bis meine neue AMD Radeon HD2600XT eintrifft, der aktuelle fglrx-Treiber hat sich bereits im Notebook als sehr brauchbar erwiesen und in absehbarer Zukunft wird sowieso ein komplett freier Treiber für die R600-Chips kommen. Als treuer NVIDIA-Besitzer (Riva TNT2, GeForce 2 MX 420, GeForce 3, GeForce 4 Ti 4200, GeForce 4 Ti 4800, GeForce FX5200, GeForce 6800GT) werde ich dann erst mal für sehr lange Zeit nicht mehr bei NVIDIA kaufen.

Edit: Wer unter ähnlichen Problemen leidet, kann die Treiberversion 100.14.09 glücklicherweise direkt über NVIDIA beziehen: 32 Bit, 64 Bit.