NoMachine NX

Nachdem der Hype um NoMachine NX abgeflacht ist, tauchen nun die ersten Kunden auf, welche Thin Clients (meist von NeoWare) an einem Linux-Terminal-Server betreiben wollen. Die Technik hinter NX ist zweifellos gut gemacht, über eine einzelne ISDN-Leitung können bis zu drei User bequem einen Desktop mit 1024×768 Pixeln und KDE benutzen. Allerdings hat sich mein gutes Bild von der Firma mittlerweile ein bisschen gewandelt: Unsere erste NX-Installation bei einem Kunden wollte trotz Enterprise-Lizenz (unlimitierte Userzahl) nicht mehr als einen User zulassen. Nach langer Fehlersuche (Freitag Abend war beim NoMachine-Support niemand mehr zu erreichen, auch in Italien nicht) konnten wir den Fehler mit einiger Sicherheit auf folgende Zeile in der Lizenzdatei eingrenzen:

Connections: 1

Trotz mehrerer Hinweise, sei es via Online-Support-Formular, E-Mail oder auch Telefon, kümmerte sich bei NoMachine mehrere Tage lang niemand um diese kleine Unstimmigkeit. Statt dessen kamen Links zu Knowledge-Base-Artikeln, welche wir bereits gleich zu Beginn selbst gefunden und durchgearbeitet hatten. Erst nach einem sehr direkten Telefonat zwischen einem meiner Vorgesetzten und NoMachine Deutschland war man bereit, uns die Lizenz ein zweites Mal zu schicken. Ich hatte in der Zwischenzeit FreeNX aufgesetzt, den Endkunden interessieren Lizenzierungsprobleme nicht, die Leute müssen arbeiten können. Erfreulicherweise gibt es mittlerweile FreeNX-Packages für viele Distributione, und die Installation gestaltet sich sogar noch einfacher als bei der kommerziellen Variante. Binnen fünf Minuten waren drei User mit FreeNX eingeloggt.

Heute kam die neue Lizenz, mit einer Stellungnahme von NoMachine: Jemand hat den Lizenzgenerator falsch bedient.