Fünf Stunden für Intel

Intel hat es sich (mal wieder) mit mir verscherzt. Das Desktop-Board D945 GNTLR wird unter ders elben Bezeichnung in zwei Versionen verkauft, einmal mit Gigabit Ethernet und einmal mit Fast Ethernet. Der Fast-Ethernet-Chipsatz ist eigentlich ein ganz normaler e100, steht in der Spezifikation als 82562GX/82562GZ, heißt laut lspci “Intel Corporation 82801G (ICH7 Family) LAN Controller” und wird dank gleichlautender Board-Bezeichnungen schon mal mit einem Gigabit-Chip verwechselt. Bei so viel Klarheit verwundert es dann auch nicht, dass erst mal alle Kernel-Netzwerktreiber verwirrt sind und sich nicht zuständig fühlen.

Nach drei Stunden googeln, Kernel patchen, neu übersetzen und rebooten dann die Erkenntnis: Es ist ein e100, der Chip lässt sich mit der aktuellsten Version der e100-Treiber zum Laufen kriegen, diese steckt aber in keinem 2.4er Vanilla Kernel, welcher wiederum auf unseren Firewalls läuft. Im 2.6er schon. Ich verstehe nicht, warum man einen mindestens fünf Jahre alten Chip so verändern muss, dass eine neuere Treiberversion nötig ist, allerdings kann Intel den Quatsch auch mit dem e1000. Jetzt geht das Kernelbacken wieder los. Vielleicht baut Intel eines Tages mal richtige Hardware mit ordentlichen Produktionszyklen.