Siemens-Handysparte endgültig an BenQ abgetreten

Gestern, am 1. Oktober, hat die Ex-Siemens-Handysparte unter dem neuen Namen “BenQ Mobile” die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Schade eigentlich – trotz der angeblich verpassten Trends wie Farbdisplays, Handyspiele, UMTS etc. war Siemens lange Zeit meine Liebslingsmarke. Immerhin funktioniert mein M35i (heute fast baugleich als A70 erhältlich) nach sechs Jahren immer noch und kam damals sogar mit WEP-Browser, das SL45 hatte anno 2000 schon MP3s abgespielt. Siemens-Datenkabel und Ladegeräte konnte man für eine Vielzahl von Modellen weiterverwenden, die Geräte lassen sich am seriellen Port wie ein AT-Modem ansprechen. Nokia-Besitzer waren für DFÜ auf einen Windows-Treiber angewiesen.

In den sechs Jahren ist die Firmware nicht ein einziges Mal abgestürzt, ein Zustand von welchem viele SonyEricsson-Käufer immer noch träumen dürften. Dass T-Mobile ein LG-B2050 mit Farbdisplay und GPRS samt Prepaid-Karte für mittlerweile 49,95 € verkauft, ein ordentlicher Ersatzakku für das M35 aber ungefähr 30 € kostet, drückt es wohl am Besten aus – Klingeltöne und Java-Spiele sind wichtiger als ein grundsolides, spritztwasserfestes (!) Gerät mit ausgereiften Features. Immerhin konnte ich noch ein A70 ergattern, benutze aber das oben genannte LG-Handy.

Vielleicht bringt BenQ die Marke wieder auf Erfolgskurs, die Namensrechte hat man ja.