USB Block Driver wird eingestellt

Nach mehreren Problemen im Zusammenspiel mit libusual, usb-storage und dem SCSI-Layer kündigt Kernel-Entwickler Pete Zaitcev die Einstellung des “Low Performance USB Block driver”, besser bekannt unter dem Namen “ub”, an. Den Ausschla gab ein aktuelles Problem im Fedora-Kernel, das scheinbar nicht mehr zur Zufriedenheit aller Parteien – vor allem der User – gelöst werden kann.

ub gilt als “kleinster gemeinsamer Nenner” aller USB-Storage-Geräte und trägt zu Recht den Zusatz “Low Performance” im Namen. Im Gegensatz zu usb-storage benutzt ub nicht den SCSI Layer, sondern dockt direkt an den Block Layer an – da USB-Geräte aber sehr SCSI-ähnlich sind, setzt ub alle Zugriffe intern in SCSI-Kommandos um. Trotz dieses Umwegs spart der Einsatz von ub rund 120 KB RAM, kann also z.B. in Embedded-Systemen mit niedrigen Anforderungen lohnend sein.

Zaitcev übt gleichzeitig Kritik am aktuellen Design der aktuellen P-ATA/S-ATA-Unterstützung im Kernel: während libata auf SCSI aufsetzt und deswegen intern Kommandos emulieren muss, wäre es seiner Ansicht nach korrekter, libata an den Block Layer anzugliedern. Allerdings respektiere er die Meinung von libata-Checfentwickler Jeff Garzik.