Microsoft-Tool scannt nach Viren

Microsoft liefert zwei Tools gegen Schadsoftware aus: das “Malicious Software Removal Tool” (MRT) zur Reinigung befallener Rechner, und die Betaversion einer Anti-Spyware-Software. Während ersteres nur die bisher einzeln erhältlichen Tools gegen bestimmte Schädlinge vereinigt, ist letzteres das Produkt der Ende letzten Jahres aufgekauften Software-Schmiede Giant.

Das MRT wird über Windows Update mit neuen Signaturen versorgt und ist wieder einmal gnadenlos halbherzig: gerade mal 10 Schädlinge werden momentan erkannt, und das noch nicht einmal in allen Varianten. Netsky und Bagle kennt es schlicht nicht. Ob und wie sehr sich das bessern wird, steht nicht fest, aber wir kennen Microsoft.

Die Anti-Spyware-Software dagegen kommt als schon recht vollständiger Virenscanner daher und hat auch einen On-Access Scanner, welcher im Hintergrund mitläuft. Eigentlich eine Lizenz zum Geld drucken. Man verkauft ein ungesichertes Betriebssystem, bringt 75% der PC-User dazu, es zu installieren, und bringt dann einen eigenen Virenscanner raus, welcher irgendwann kostenpflichtig wird. Microsoft ist ja schließlich kein Wohlfahrtsverein.

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