Spamhaus.org vs. Rock Phish vs. nic.at

nic.at ist “zuständig” für einige Phishing-Domains, wird von Spamhaus.org aufgefordert diese zu löschen, weigert sich aus rechtlichen Gründen und landet prompt selbst auf der Blacklist. Viele Mailserver nehmen die E-Mails der Registry nicht mehr an, nic.at ändert daraufhin den IP-Range der eigenen Mail-Server, Spamhaus ändert prompt den Blacklist-Eintrag auf die neuen Adressen. Anstatt die Hoster der Spam- und Phishing-Domains anzuschreiben, geht Spamhaus bereits seit Januar auf nic.at los.

Mithin wurde sogar ein heise-online-Redakteur beschuldigt, für nic.at zu arbeiten und daher parteiisch über die Auseinandersetzung zu berichten. Offensichtlich ist es aber vielmehr so, dass Spamhaus die eigene Bedeutung massiv überschätzt hat und jetzt in einem seltsamen Statement zurückrudern muss – mit Behauptungen, welche nic.at wiederum umgehend dementiert.

Mittlerweile ist der Eintrag in der Blacklist so abgeändert worden, dass der E-Mail-Versand bei nic.at nicht mehr behindert wird, die ganze Sache hat aber garantiert ein gerichtliches Nachspiel – der wirtschaftliche Schaden bei nic.at ist immens, die Begründung von Spamhaus.org äußerst schwach. Außerdem lässt sich aus vielen Forenbeiträgen herauslesen, dass Spamhaus die Gunst vieler Admins – zu Recht – verspielt hat. Wer weiß, welche Blacklist-Einträge sonst noch “politisch motiviert” sind, in der Öffentlichkeit aber nicht diskutiert werden, weil sich dahinter eben kein Registry-Schwergewicht verbirgt.