Region Offenburg treibt WiMAX-Netz voran

Regiobits (alias Enternet Teleconsult GmbH) hat gestern – zusammen mit der Wirtschaftsregion Ortenau – den WiMAX-Mast in Schutterwald offiziell eingeweiht. Laufen tut das Projekt freilich schon länger, bereits im Dezember 2006 spendete RegioBits der Grundschule Langenhurst einen Internetzugang für mindestens zwei Jahre. Eine zweite Installation steht in Whyl am Kaiserstuhl.

Entgegen der Berichterstattung basiert der Zugang nicht auf WLAN, sondern auf Pre-Wimax von Motorola/Symbol, für die Einwahl wird PPPoE verwendet. Die Preise sind happig: Mehr als 2048/2048 kBit/s sind nicht zu haben, die dafür fälligen 139,95 € liegen im Bereich einer gleichwertigen SDSL-Leitung. Für Privatkunden sind gar nur 2048/512 kBit/s verfügbar, dann aber auch zu einem Preis von 39,95 € und nicht als Flat. 20 GB Volumen pro Monat müssen reichen. Mangels passender Technik und einer ausreichenden Anzahl von Masten ist auch keine Mobilnutzung möglich, die WiMAX-Modems werden fest installiert und mit einer Dachantenne verbunden.

Das Vertriebskonzept von RegioBits wendet sich direkt an die Bürgermeister kleiner Gemeinden. Etwa 18.500 € muss eine Gemeinde investieren und mindestens 50 Kunden bereits vorab gewinnen, erst dann wird ein Mast mit Glasfaser-Anbindung errichtet. Ob das Konzept aufgeht ist fraglich: man baut auf die Unterversorgung kleiner Gemeinden durch die großen Telekommunikationsanbieter und Kabelbetreiber, diese werden nun aber wohl genau die von Regiobits versorgten Gebiete verstärkt ausbauen. Da die WiMAX-Lösung keine Telefonie beinhaltet und recht teuer ist, benötigt man sowieso noch einen Telefonanschluss, wird DSL aber ausgebaut kostet ein Anschluss mit Telefon- und DSL-Flatrate ähnlich viel wie WiMAX mit 20 GB Volumen. Längerfristig wird RegioBits wahrscheinlich auch Mobile WiMAX anbieten müssen.