GLONASS wird 2007 für zivile Nutzung geöffnet

Das russische Satellitennavigationssystem GLONASS soll bereits ab 1. Januar 2007 nicht nur mehr dem Militär zur Verfügung stehen, sondern auch zivilen und kommerziellen Interessen dienen. Aktuell umkreisen sechzehn aktive Satelliten die Erde, davon sind aber nur elf zuverlässig verfügbar. Um zumindest das russische Territorium komplett abzudecken, soll die Zahl der aktiven Satelliten bis 2008 auf insgesamt 18 erhöht werden. Die angekündigte weltweite Verfügbarkeit bis 2009 ist erst mit mindestens 24 Satelliten zuverlässig möglich. Das konkurrierende GPS der USA verfügt momentan über 29 aktive Satelliten, das im Aufbau befindliche europäische Galileo-System kommt momentan nur auf einen Test-Satelliten.

Die russischen Uragan-M-Satelliten werden einem Abkommen aus dem Jahr 2003 zufolge auch zum Test von Galileo-Hardware benutzt. In die Quere kommen sich die verschiedenen Systeme leider nicht – während bei Galileo und GPS alle Satelliten auf derselben Frequenz senden, aber unterschiedliche Codes ausstrahlen, sendet bei GLONASS jeder Satellit denselben Code auf einer anderen Frequenz. Der Nutzer braucht also ein Gerät mit zwei Empfangsteilen, wie sie etwa Magellan im Angebot hat.