Bye, Bye, PalmOS

Der einstige Glanz ist verflogen. Nachdem Palm vor Jahren in PalmOne (Hardware) und PalmSource (Betriebssystem) aufgespalten wurde, PalmSource vor Kurzem an den japanischen Softwarekonzern Access überging und PalmOne nun das erste Treo-SmartPhone mit Windows Mobile statt PalmOS auf den Markt bringt bleibt nicht mehr viel übrig. PalmOS 6 “Cobalt” steht seit einem Jahr bereit, hat aber bis jetzt in keinem einzigen Gerät Verwendung gefunden. Die Hersteller setzten lieber weiterhin auf die ältere Version 5 (“Garnet”), um danach gleich auf eine neu angekündigte, Linux-basierte Version umzusteigen. PalmSource ging allzu lax mit den Forderungen nach neuen – zeitgemäßen – Features um, einiges hatte PalmOne dann schon in Eigenarbeit nachgeliefert.

Mit einer langen Liste von verpassten Chancen hat sich PalmOS selbst ins Aus gedrängt. Schließlich gab es neben dem extrem fehlerhaften Windows CE/Mobile lange Zeit nur noch Symbian. Sogar Sony hat immer wieder Geräte mit PalmOS vorgestellt, wenn auch mit eigenen Modifikationen. Ich habe noch einen Palm m100, der mit seinen 16 Mhz und 2 MB Flash in der Bedienbarkeit so manchen iPAQ schlägt. Mit dem Verkauf von PalmSource neigt sich nicht nur PalmOS dem Ende zu – einige wenige werden sich noch daran erinnern, dass in dem Deal auch ein Hauch BeOS steckt.